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Kinästhetik in der Pflege — Begründer, Anwendung, Weiterbildung

Bewegungslehre für ressourcenschonende Pflege — gleichzeitig für Pflegende und Pflegebedürftige.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kinästhetik wurde ab 1970er Jahre von Frank Hatch + Lenny Maietta (Pflegewissenschaftler:innen) in USA, Verbreitung in DE ab 1990er entwickelt.
  • Bewegung ist Lernen — durch achtsame, mit dem Patienten gemeinsame Bewegungen werden Eigenaktivität und Selbständigkeit gefördert. Gleichzeitig wird die Pflegekraft körperlich entlastet.
  • Hauptanwendung: Transfer Bett-Stuhl und umgekehrt, Mobilisation immobiler Patienten, Hilfe beim Aufsitzen und Aufstehen.

Kinästhetik in der Pflege

Kinästhetik (von griechisch kinesis 'Bewegung' und aisthesis 'Wahrnehmung') ist eine systematische Lehre der Bewegung in der Pflege. Sie wurde von den US-Pflegewissenschaftlern Frank Hatch und Lenny Maietta entwickelt. Kernidee: Pflegehandlungen so gestalten, dass beide Seiten — Pflegende und Pflegebedürftige — möglichst wenig belastet werden. Die Pflegekraft schont ihren Rücken, der Patient nutzt seine eigenen Bewegungsressourcen.

Was ist die Kernidee?

Bewegung ist Lernen — durch achtsame, mit dem Patienten gemeinsame Bewegungen werden Eigenaktivität und Selbständigkeit gefördert. Gleichzeitig wird die Pflegekraft körperlich entlastet.

Welche Prinzipien hat das Konzept?

Die wichtigsten Prinzipien und Methoden:

  • Bewegung mit dem Patienten, nicht am Patienten
  • Sechs Konzepte: Interaktion, Funktionale Anatomie, Menschliche Bewegung, Anstrengung, Menschliche Funktion, Umgebung
  • Eigenaktivität vor passiver Hilfe
  • Gewicht und Spannung sinnvoll nutzen
  • Rücken- und Gelenkschonung für Pflegende
  • Geduld statt Tempo

Wo wird das Konzept in der Praxis angewendet?

Kinästhetik hat folgende Hauptanwendungsfelder:

  • Transfer Bett-Stuhl und umgekehrt
  • Mobilisation immobiler Patienten
  • Hilfe beim Aufsitzen und Aufstehen
  • Lagerung und Drehung im Bett
  • Alltagsbewegungen bei dementiell erkrankten Menschen
  • Rückenschonende Arbeitstechnik für Pflegekräfte

Welche Weiterbildung gibt es?

Kinästhetik Grundkurs (4 Tage) → Aufbaukurs → Praxisbegleitung im Team

Wie grenzt sich dieses Konzept von anderen ab?

Anders als das Bobath-Konzept (primär neurologische Rehabilitation) hat Kinästhetik einen breiteren Anwendungsfokus auf tägliche Pflege und Mobilisation.

Häufige Fragen

Was ist Kinästhetik?

Kinästhetik (von griechisch kinesis 'Bewegung' und aisthesis 'Wahrnehmung') ist eine systematische Lehre der Bewegung in der Pflege. Sie wurde von den US-Pflegewissenschaftlern Frank Hatch und Lenny Maietta entwickelt. Kernidee: Pflegehandlungen so gestalten, dass beide Seiten — Pflegende und Pflegebedürftige — möglichst wenig belastet werden. Die Pflegekraft schont ihren Rücken, der Patient nutzt seine eigenen Bewegungsressourcen.

Wer hat Kinästhetik entwickelt?

Kinästhetik wurde von Frank Hatch + Lenny Maietta (Pflegewissenschaftler:innen) entwickelt. Entstehung ab 1970er Jahre in USA, Verbreitung in DE ab 1990er.

Wo wird Kinästhetik eingesetzt?

Kinästhetik wird vor allem in folgenden Bereichen angewendet: Transfer Bett-Stuhl und umgekehrt, Mobilisation immobiler Patienten, Hilfe beim Aufsitzen und Aufstehen, Lagerung und Drehung im Bett, Alltagsbewegungen bei dementiell erkrankten Menschen, Rückenschonende Arbeitstechnik für Pflegekräfte.

Welche Weiterbildung gibt es zu Kinästhetik?

Kinästhetik Grundkurs (4 Tage) → Aufbaukurs → Praxisbegleitung im Team

Was ist der Unterschied zu anderen Pflege-Konzepten?

Anders als das Bobath-Konzept (primär neurologische Rehabilitation) hat Kinästhetik einen breiteren Anwendungsfokus auf tägliche Pflege und Mobilisation.

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