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Validation nach Naomi Feil — Begruender, Anwendung, Weiterbildung

Kommunikationsmethode fuer den respektvollen Umgang mit desorientierten alten Menschen.

Aktualisiert 20. Mai 20267 min LesezeitVon Mission Personal Pflege-Redaktion, Pflegewissenschaftliche Redaktion

ab 1963, Buch 'Validation' 1989

Entstehung

USA, weltweite Verbreitung

Herkunftsland

Kommunikation

Kategorie

Definition

Validation nach Naomi Feil

Validation ist eine von der amerikanischen Sozialarbeiterin Naomi Feil entwickelte Kommunikationsmethode fuer desorientierte alte Menschen — insbesondere mit Alzheimer-Demenz im fortgeschrittenen Stadium. Grundlage: Auch wenn die Aeusserungen demenziell erkrankter Menschen aus aktueller Sicht unsinnig erscheinen, haben sie immer einen subjektiven Sinn — sie verarbeiten ungeloeste Lebensthemen oder beduerftigen Beziehungssituationen. Validation versucht, diesen Sinn anzuerkennen statt zu korrigieren.

Was ist die Kernidee?

Verhaltensaeusserungen demenzerkrankter Menschen sind nicht 'irre', sondern Ausdruck unverarbeiteter Lebensthemen. Sie zu validieren (gueltig machen) statt zu korrigieren foerdert Wuerde und reduziert Aggression.

Welche Prinzipien hat das Konzept?

Die wichtigsten Prinzipien und Methoden:

  • Empathie statt Korrektur
  • Vier Stadien der Desorientiertheit erkennen (Mangelhafte/unklare/wiederholende/vegetative Orientierung)
  • Verbale Techniken: Wiederholen, Umpolen, Erinnerungen anregen
  • Nonverbale Techniken: Augenkontakt, Beruehrung, Atemspiegelung
  • Biografische Anker nutzen
  • Eigene Gefuehle der Pflegekraft reflektieren

Wo wird das Konzept in der Praxis angewendet?

Validation hat folgende Hauptanwendungsfelder:

  • Stationaere Demenz-Wohnbereiche
  • Tagespflege fuer demenzkranke Menschen
  • Ambulante Demenzbetreuung
  • Palliative Demenzpflege
  • Gerontopsychiatrische Stationen
  • Beratung pflegender Angehoeriger

Welche Weiterbildung gibt es?

Validation-Anwender (10 Tage Grundkurs) → Validation-Lehrer:in (mehrjaehrig, vom Validation Training Institute zertifiziert)

Wie grenzt sich dieses Konzept von anderen ab?

Im Unterschied zur Realitaetsorientierung (ROT), die die Patienten an die heutige Realitaet erinnert, akzeptiert Validation die innere Welt des Patienten und arbeitet mit ihr.

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Haeufig gestellte Fragen

Was ist Validation?

Validation ist eine von der amerikanischen Sozialarbeiterin Naomi Feil entwickelte Kommunikationsmethode fuer desorientierte alte Menschen — insbesondere mit Alzheimer-Demenz im fortgeschrittenen Stadium. Grundlage: Auch wenn die Aeusserungen demenziell erkrankter Menschen aus aktueller Sicht unsinnig erscheinen, haben sie immer einen subjektiven Sinn — sie verarbeiten ungeloeste Lebensthemen oder beduerftigen Beziehungssituationen. Validation versucht, diesen Sinn anzuerkennen statt zu korrigieren.

Wer hat Validation entwickelt?

Validation wurde von Naomi Feil (US-amerikanische Sozialarbeiterin) entwickelt. Entstehung ab 1963, Buch 'Validation' 1989 in USA, weltweite Verbreitung.

Wo wird Validation eingesetzt?

Validation wird vor allem in folgenden Bereichen angewendet: Stationaere Demenz-Wohnbereiche, Tagespflege fuer demenzkranke Menschen, Ambulante Demenzbetreuung, Palliative Demenzpflege, Gerontopsychiatrische Stationen, Beratung pflegender Angehoeriger.

Welche Weiterbildung gibt es zu Validation?

Validation-Anwender (10 Tage Grundkurs) → Validation-Lehrer:in (mehrjaehrig, vom Validation Training Institute zertifiziert)

Was ist der Unterschied zu anderen Pflege-Konzepten?

Im Unterschied zur Realitaetsorientierung (ROT), die die Patienten an die heutige Realitaet erinnert, akzeptiert Validation die innere Welt des Patienten und arbeitet mit ihr.

Naechster Schritt

Stellen mit Schwerpunkt Kommunikation

Aktuelle Pflege-Stellen, in denen dieses Konzept besonders relevant ist.

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