Wahrnehmung
Basale Stimulation in der Pflege — Begruender, Anwendung, Weiterbildung
Pflegekonzept fuer Menschen mit stark eingeschraenkter Wahrnehmung und Kommunikation.
ab 1975, mit Christel Bienstein in Pflege uebertragen 1980er
Entstehung
Deutschland
Herkunftsland
Wahrnehmung
Kategorie
Definition
Basale Stimulation in der Pflege
Basale Stimulation ist ein Pflege- und Foerderkonzept, das in den 1970er Jahren vom deutschen Sonderpaedagogen Andreas Froehlich entwickelt wurde. Es richtet sich an Menschen mit stark eingeschraenkten Wahrnehmungs-, Bewegungs- und Kommunikationsmoeglichkeiten — z.B. nach Schaedel-Hirn-Trauma, im Wachkoma, bei schwerer Demenz oder bei mehrfach behinderten Kindern. Durch grundlegende Sinneserfahrungen (Beruehrung, Bewegung, Klang, Vibration) wird der Zugang zum eigenen Koerper und zur Umwelt wieder ermoeglicht.
Was ist die Kernidee?
Auch Menschen mit schwerster Beeintraechtigung koennen ueber elementare Sinneskanaele kommunizieren. Pflege als gezielter Dialog ueber Beruehrung, Bewegung und Wahrnehmung.
Welche Prinzipien hat das Konzept?
Die wichtigsten Prinzipien und Methoden:
- Wahrnehmungsbereiche: somatisch (Koerper), vestibulaer (Gleichgewicht), vibratorisch
- Erweiterte Wahrnehmungsbereiche: auditiv, oral, taktil-haptisch, visuell, olfaktorisch
- Strukturierte Beruehrungen mit gleichbleibendem Rhythmus
- Initialberuehrung — Patient wissen lassen 'jetzt komme ich zu dir'
- Bedingungslose positive Beziehung
- Biografische Anker (Lieblingsmusik, vertraute Geruechte)
Wo wird das Konzept in der Praxis angewendet?
Basale Stimulation hat folgende Hauptanwendungsfelder:
- Wachkoma-Patienten
- Schwerste Mehrfachbehinderung
- Apallisches Syndrom
- Endphase der Demenz
- Intensivpflege bei langzeitbeatmeten Patienten
- Palliativ-Pflege
Welche Weiterbildung gibt es?
Basale Stimulation Grundkurs (40h) → Aufbaukurs → Praxisbegleiter:in (zertifizierter Multiplikator)
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Haeufig gestellte Fragen
Was ist Basale Stimulation?
Basale Stimulation ist ein Pflege- und Foerderkonzept, das in den 1970er Jahren vom deutschen Sonderpaedagogen Andreas Froehlich entwickelt wurde. Es richtet sich an Menschen mit stark eingeschraenkten Wahrnehmungs-, Bewegungs- und Kommunikationsmoeglichkeiten — z.B. nach Schaedel-Hirn-Trauma, im Wachkoma, bei schwerer Demenz oder bei mehrfach behinderten Kindern. Durch grundlegende Sinneserfahrungen (Beruehrung, Bewegung, Klang, Vibration) wird der Zugang zum eigenen Koerper und zur Umwelt wieder ermoeglicht.
Wer hat Basale Stimulation entwickelt?
Basale Stimulation wurde von Andreas Froehlich (Sonderpaedagoge) entwickelt. Entstehung ab 1975, mit Christel Bienstein in Pflege uebertragen 1980er in Deutschland.
Wo wird Basale Stimulation eingesetzt?
Basale Stimulation wird vor allem in folgenden Bereichen angewendet: Wachkoma-Patienten, Schwerste Mehrfachbehinderung, Apallisches Syndrom, Endphase der Demenz, Intensivpflege bei langzeitbeatmeten Patienten, Palliativ-Pflege.
Welche Weiterbildung gibt es zu Basale Stimulation?
Basale Stimulation Grundkurs (40h) → Aufbaukurs → Praxisbegleiter:in (zertifizierter Multiplikator)
Naechster Schritt
Stellen mit Schwerpunkt Wahrnehmung
Aktuelle Pflege-Stellen, in denen dieses Konzept besonders relevant ist.