1. Start
  2. Ratgeber

Ratgeber

Examinierte Pflegekraft Zertifikat 2026: Alles was du wissen musst

Du fragst dich, was es mit dem Zertifikat als examinierte Pflegekraft auf sich hat – ob du deinen Abschluss nachweisen, anerkennen lassen oder einfach besser verstehen möchtest, was dein Berufsnachweis wirklich bedeutet? In diesem Artikel erklären wir dir alles Wichtige rund um das Examen in der Pflege, welche Dokumente zählen, wie Auslandsabschlüsse anerkannt werden und welche Karrierewege sich 2026 für dich als examinierte Pflegefachkraft öffnen.

Was bedeutet „examinierte Pflegekraft" eigentlich?

Examinierte Pflegekraft ist ein umgangssprachlicher Begriff, der eine staatlich geprüfte und staatlich anerkannte Pflegefachperson beschreibt – also jemanden, der seine Ausbildung mit einer staatlichen Abschlussprüfung (dem sogenannten Examen) erfolgreich abgeschlossen hat. Der Begriff ist in Stellenausschreibungen, auf MitPflege und im Pflegealltag weit verbreitet.

„Examiniert" vs. „ungelernt": Der entscheidende Unterschied

Im Pflegejargon wird zwischen examinierten Pflegekräften und sogenannten ungelernten oder angelernten Pflegehilfskräften unterschieden. Wer examiniert ist, hat eine vollständige dreijährige Ausbildung – beispielsweise zur Pflegefachfrau/zum Pflegefachmann, zur Gesundheits- und Krankenpflegerin oder zum Altenpfleger – abgeschlossen und die staatliche Abschlussprüfung bestanden. Diese Prüfung besteht in der Regel aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil.

Seit dem Inkrafttreten des Pflegeberufegesetzes (PflBG) im Jahr 2020 wurden die drei klassischen Pflegeausbildungen zur einheitlichen generalistischen Pflegefachkraftausbildung zusammengeführt. Wer diese neue Ausbildung abschließt, trägt offiziell den Titel „Pflegefachfrau" oder „Pflegefachmann" – ist aber natürlich genauso examiniert wie die Absolventinnen und Absolventen der alten Ausbildungswege.

Warum der Begriff heute noch so häufig vorkommt

Obwohl „examinierte Pflegekraft" kein offizieller Berufsbezeichnungsbegriff im gesetzlichen Sinne ist, findest du ihn in nahezu jeder zweiten Stellenanzeige – von Berlin über Hamburg bis München. Arbeitgeber nutzen ihn als schnellen Filter: Wer examiniert ist, darf selbstständig pflegerische Aufgaben übernehmen, Behandlungspflege durchführen und Verantwortung in der Pflegeleitung tragen. Laut aktuellen Stellenangeboten auf mitpflege.de wird der Begriff sowohl für stationäre als auch für ambulante Pflegestellen verwendet.

Das Zertifikat als Pflegekraft: Welche Dokumente zählen?

Das Zertifikat einer examinierten Pflegekraft ist kein einzelnes Dokument, sondern setzt sich aus mehreren offiziellen Nachweisen zusammen. Die wichtigsten davon sind die staatliche Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung sowie das Abschlusszeugnis der Ausbildungsstätte.

Die wichtigsten Nachweisdokumente im Überblick

Dokument Ausgestellt von Bedeutung
Staatliche Erlaubnisurkunde (Approbation / Erlaubnis) Zuständige Landesbehörde (z.B. Regierungspräsidium, Bezirksregierung) Berechtigt offiziell zur Führung der Berufsbezeichnung
Abschlusszeugnis der Pflegeschule Pflegeschule / Berufsschule Belegt bestandene Prüfungen und Ausbildungsinhalte
Prüfungsprotokoll / Examensurkunde Prüfungsausschuss / Schule Detaillierter Nachweis der staatlichen Abschlussprüfung
Ausbildungsvertrag und Nachweise über Praxiseinsätze Ausbildungsbetrieb / Klinik / Pflegeheim Belegt die praktische Ausbildungszeit

Wo bekommst du Ersatzdokumente, wenn du Originale verloren hast?

Keine Panik, wenn Dokumente verloren gegangen sind! Die staatliche Erlaubnisurkunde kann bei der zuständigen Landesbehörde erneut ausgestellt oder als beglaubigte Kopie beantragt werden. Das Abschlusszeugnis wird von der Pflegeschule bzw. dem Schularchiv ausgestellt – oft auch noch Jahre später. Tipp: Wende dich direkt an das Regierungspräsidium oder die Bezirksregierung deines Bundeslandes. In vielen Bundesländern gibt es mittlerweile digitale Beantragungsportale.

examinierte pflegekraft zertifikat

Auslandsabschluss anerkennen lassen: So funktioniert es 2026

Wer seine Pflegeausbildung im Ausland abgeschlossen hat, benötigt in Deutschland eine offizielle Anerkennung – dieses Verfahren ist der direkte Weg zum deutschen Zertifikat als examinierte Pflegekraft. Laut mitpflege.de suchen Pflegearbeitgeber bundesweit händeringend nach examinierten Fachkräften, weshalb die Anerkennung ausländischer Abschlüsse 2026 wichtiger denn je ist.

Schritt-für-Schritt: Pflegeabschluss in Deutschland anerkennen lassen

  1. Zuständige Behörde ermitteln: Je nach Bundesland ist das Regierungspräsidium, die Bezirksregierung oder das Landesamt für Gesundheit zuständig. Eine Übersicht bietet das Portal „Anerkennung in Deutschland" (anabin.kmk.org).
  2. Unterlagen zusammenstellen: Dazu gehören beglaubigte Kopien des Abschlusszeugnisses, eine beglaubigte Übersetzung durch einen vereidigten Übersetzer, Lehrpläne/Kursbeschreibungen, Nachweise über Praxiszeiten sowie ein gültiger Identitätsnachweis.
  3. Antrag stellen: Den vollständigen Antrag mit allen Unterlagen bei der zuständigen Behörde einreichen – in vielen Bundesländern ist das inzwischen auch online möglich.
  4. Gleichwertigkeitsprüfung abwarten: Die Behörde prüft, ob dein ausländischer Abschluss dem deutschen Standard entspricht. Das Verfahren dauert in der Regel 3–6 Monate.
  5. Ggf. Ausgleichsmaßnahmen absolvieren: Wenn wesentliche Unterschiede festgestellt werden, kann ein Anpassungslehrgang oder eine Kenntnisprüfung verlangt werden. Nach erfolgreichem Abschluss erhältst du die deutsche Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung.
  6. Erlaubnisurkunde erhalten: Mit dem positiven Bescheid und der Erlaubnisurkunde bist du offiziell als examinierte Pflegekraft in Deutschland anerkannt und kannst voll durchstarten.

Weitere hilfreiche Infos zu Karrierewegen in der Pflege findest du auch in unserem Artikel zum berufsbegleitenden Pflegestudium 2026.

Karrierechancen mit dem Examen: Was dir dein Abschluss bringt

Der Abschluss als examinierte Pflegekraft ist weit mehr als ein Stück Papier – er ist dein Schlüssel zu einem breiten Spektrum an Pflegestellen, besseren Gehältern und echten Aufstiegsmöglichkeiten. Aktuelle Stellenangebote auf mitpflege.de zeigen, wie groß die Nachfrage nach examinierten Pflegefachkräften in der gesamten DACH-Region ist.

Infografik: examinierte pflegekraft zertifikat
Infografik: Examinierte Pflegekraft Zertifikat 2026: Alles was du wissen musst

Einsatzbereiche: Wo werden examinierte Pflegekräfte gesucht?

Als examinierte Pflegekraft stehen dir viele Türen offen – von der stationären Altenpflege und der Intensivstation bis hin zur ambulanten Pflege, der Kinderintensivpflege oder der häuslichen Pflege. Auf MitPflege findest du beispielsweise Stellen als:

  • Examinierte Pflegefachkraft in der ambulanten Pflege (z.B. in Erding oder Berlin)
  • Examinierter Altenpfleger / Pflegefachkraft im stationären Bereich (z.B. in der Villa Königstein)
  • Examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin in Kliniken (z.B. in Braunschweig oder Wennigsen)
  • Examinierte Pflegefachkraft für häusliche Kinderintensivpflege (z.B. in Höxter)
  • Examinierte Pflegekraft als Aushilfe oder in Teilzeit

Aufstieg und Weiterbildung: Was nach dem Examen möglich ist

Mit dem Examen in der Tasche hast du die Basis für zahlreiche Weiterbildungen und Spezialisierungen. Dazu zählen unter anderem die Weiterbildung zur Pflegedienstleitung (PDL), Fachweiterbildungen in der Intensiv- und Notfallpflege, in der Onkologie oder in der psychiatrischen Pflege sowie – für alle, die noch mehr wollen – ein berufsbegleitendes Pflegestudium oder sogar ein Studium der Pflegepädagogik. Erfahre mehr dazu in unserem Artikel zum Pflegepädagogik Studium 2026.

Gehalt als examinierte Pflegekraft 2026: Was du verdienen kannst

Das Gehalt einer examinierten Pflegekraft hängt 2026 von mehreren Faktoren ab: Tarifvertrag, Region, Einrichtungsart und Berufserfahrung. Klar ist: Examinierte Pflegefachkräfte verdienen deutlich mehr als ungelernte Pflegehilfskräfte – und durch Zulagen, Schichtdienst und Berufserfahrung kann das Einkommen weiter steigen.

Gehaltsübersicht: Examinierte Pflegekraft nach Tarif und Region 2026

Tarifvertrag / Region Einstiegsgehalt brutto/Monat Mit Erfahrung (5+ Jahre)
TVöD (Bund/Kommunen) P7–P8 ca. 3.200 – 3.500 € ca. 3.800 – 4.200 €
AVR Caritas ca. 3.100 – 3.400 € ca. 3.700 – 4.100 €
Tariffreie Einrichtungen (Bundesschnitt) ca. 2.900 – 3.200 € ca. 3.300 – 3.700 €
Bayern (Tarif/übertariflich) ca. 3.200 – 3.600 € ca. 3.900 – 4.300 €
Berlin (Tarif) ca. 3.100 – 3.500 € ca. 3.800 – 4.200 €

Hinzu kommen Zulagen für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste, die das Bruttogehalt erheblich erhöhen können. Mehr Details zu tariflichen Regelungen findest du in unserem Artikel zum Pflegekraft Gehalt bundesweit 2026 sowie zu den spezifischen Regelungen der AVR Caritas Pflege 2026.

Gehaltsbooster: Diese Faktoren erhöhen dein Einkommen

  • Fachweiterbildungen (z.B. Intensivpflege, Onkologie) bringen oft Zulagen von 200–400 € monatlich.
  • Leitungsfunktionen wie Wohnbereichsleitung oder stellvertretende PDL bedeuten deutlich mehr Gehalt.
  • Nacht- und Schichtzulagen können das Monatsgehalt um 300–600 € erhöhen.
  • Spezialisierte Einsatzgebiete wie Kinderintensivpflege oder Intensivstation werden oft übertariflich vergütet.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Zertifikat einer examinierten Pflegekraft genau?

Das „Zertifikat" einer examinierten Pflegekraft ist kein einzelnes Dokument, sondern umfasst die staatliche Erlaubnisurkunde zur Führung der Berufsbezeichnung sowie das Abschlusszeugnis der Pflegeschule. Zusammen belegen sie die erfolgreich abgeschlossene staatliche Prüfung (das Examen) in einem Pflegeberuf.

Brauche ich ein separates Zertifikat, um als examinierte Pflegekraft zu arbeiten?

Nein. Es gibt kein eigenes „Pflegekraft-Zertifikat", das du extra beantragen musst. Die staatliche Erlaubnisurkunde, die du nach bestandenem Examen von der zuständigen Landesbehörde erhältst, ist dein offizieller Berufsnachweis. Arbeitgeber verlangen in der Regel eine Kopie dieser Urkunde sowie deines Schulabschlusszeugnisses.

Wie lange ist das Examen als Pflegekraft gültig?

Die staatliche Erlaubnis zur Führung einer Pflegeberufsbezeichnung ist in Deutschland unbefristet gültig – sofern du nicht straffällig wirst oder andere Gründe für einen Widerruf vorliegen. Du musst dein Examen also nicht erneuern oder periodisch rezertifizieren lassen.

Wie lasse ich einen ausländischen Pflegeabschluss in Deutschland anerkennen?

Du musst einen Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung bei der zuständigen Landesbehörde stellen, beglaubigte und übersetzte Unterlagen einreichen und ggf. einen Anpassungslehrgang oder eine Kenntnisprüfung absolvieren. Nach positivem Bescheid erhältst du die deutsche Erlaubnisurkunde und gilst offiziell als examinierte Pflegekraft in Deutschland.

Was sind typische Berufsbezeichnungen für examinierte Pflegekräfte in Stellenanzeigen?

In Stellenausschreibungen – auch auf mitpflege.de – findest du Bezeichnungen wie „Pflegefachfrau/-mann", „Gesundheits- und Krankenpfleger*in", „Altenpfleger*in", „examinierte Pflegefachkraft (m/w/d)" oder „examinierter Krankenpfleger". All diese Begriffe bezeichnen Personen mit staatlich anerkanntem Pflegeexamen.

Fazit: Dein Examen ist mehr wert, als du denkst

Das Zertifikat als examinierte Pflegekraft – also deine Erlaubnisurkunde und dein Abschlusszeugnis – ist dein wichtigstes Kapital in der Pflegebranche. Es öffnet dir Türen zu besseren Gehältern, spannenden Fachbereichen und echten Aufstiegsmöglichkeiten. 2026 ist die Nachfrage nach examinierten Pflegefachkräften so hoch wie nie zuvor – ob in Berlin, München, Hamburg oder Münster. Laut mitpflege.de suchen Einrichtungen in ganz Deutschland händeringend nach Pflegefachkräften mit Examen, von der stationären Altenpflege über die Intensivstation bis hin zur ambulanten und häuslichen Pflege. Nutze deinen Abschluss und finde den Job, der wirklich zu dir passt.

Entdeck jetzt aktuelle Pflegestellen auf MitPflege — Entdeck jetzt aktuelle Pflegestellen auf MitPflege.

Aktuelle StellenStellen in BerlinStellen in HamburgStellen in MünchenStellen in Münster

Magazin

Weitere Beiträge

Alle Beiträge