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Spezialisierung

Palliative Care — Weiterbildung, Gehalt & Karriere

160-Stunden-Weiterbildung in der Pflege schwerstkranker und sterbender Menschen. Mit Gehaltsperspektive, Voraussetzungen und Karriereweg.

Aktualisiert 20. Mai 20266 min LesezeitVon Mission Personal Pflege-Redaktion, Karriere-Expertin Pflege

P9

Eingruppierung TVoeD-P

80-150 €

Funktionszulage (monatlich)

4-8 Wochen

Weiterbildungsdauer

Definition

Palliative Care

Palliative Care ist eine spezielle Form der Pflege schwerstkranker und sterbender Menschen mit dem Ziel, Lebensqualitaet bis zum Lebensende zu erhalten. Die 160-Stunden-Weiterbildung qualifiziert Pflegekraefte fuer Symptomkontrolle (Schmerz, Atemnot, Uebelkeit), psychosoziale Begleitung, Spiritualitaet und Familienarbeit am Lebensende.

Wer wird Palliativpflege?

Examinierte Pflegefachkraefte mit Berufserfahrung und Interesse an spezialisierten Aufgaben. Die wichtigsten Voraussetzungen:

  • Abgeschlossene Pflegeausbildung
  • Mindestens 1 Jahr Berufserfahrung empfohlen
  • Hohe psychische Stabilitaet und Resilienz
  • Bereitschaft zu reflektierter Arbeit mit Sterbenden und Trauernden

Welche Taetigkeiten umfasst die Palliativpflege?

Palliativpflege uebernimmt vielfaeltige spezialisierte Pflegeaufgaben:

  • Symptomkontrolle (Schmerz, Atemnot, Uebelkeit, Mundtrockenheit)
  • Pflegerische Sterbebegleitung
  • Psychosoziale Begleitung der Patienten
  • Familienarbeit und Trauerbegleitung
  • Multiprofessionelle Zusammenarbeit (Arzt, Sozialarbeiter, Seelsorge, Therapeut)
  • Patientenverfuegung und ethische Entscheidungen
  • Total-Pain-Konzept umsetzen (koerperlich, seelisch, sozial, spirituell)

Wo arbeitet eine Palliativpflege?

Typische Einsatzorte sind:

  • Hospize (stationaer/ambulant)
  • Palliativstationen
  • SAPV-Teams (spezialisierte ambulante Palliativversorgung)
  • Onkologische Stationen
  • Altenpflege mit Palliativ-Schwerpunkt

Wie ist die Karriereperspektive?

Spezialisten in Hospizen, Palliativstationen oder SAPV-Teams. Karriereoptionen bis zur Pflegerischen Leitung Palliativeinrichtungen.

Wie hoch ist das Gehaltsplus durch die Spezialisierung?

+80-150 € Funktionszulage (manche Träger: P9-Hoeherstufung). Plus Funktionszulagen von 80-150 € monatlich, abhaengig vom Träger.

Beispielrechnung: Eine Pflegefachkraft P8 Stufe 3 (3.617 € brutto) erhaelt nach Abschluss der Weiterbildung typisch Eingruppierung in P9 (oft mit Funktionszulage) (3.781 € brutto) plus Funktionszulage von durchschnittlich 80-150 €. Das ergibt ein monatliches Brutto-Plus von rund 250-400 €. Auf 30 Berufsjahre summiert: ca. 100.000-150.000 €.

Haeufig gestellte Fragen

Was ist die Spezialisierung Palliativpflege?

Palliative Care ist eine spezielle Form der Pflege schwerstkranker und sterbender Menschen mit dem Ziel, Lebensqualitaet bis zum Lebensende zu erhalten. Die 160-Stunden-Weiterbildung qualifiziert Pflegekraefte fuer Symptomkontrolle (Schmerz, Atemnot, Uebelkeit), psychosoziale Begleitung, Spiritualitaet und Familienarbeit am Lebensende.

Wie lange dauert die Palliativpflege-Weiterbildung?

Die Palliativpflege-Weiterbildung umfasst 4-8 Wochen berufsbegleitend (160 Stunden). Sie wird berufsbegleitend absolviert — Sie arbeiten weiter in der Pflege und besuchen parallel die Bildungsstaette. Bei vollstaendiger Freistellung verkuerzt sich die Dauer entsprechend.

Was verdient eine Palliativpflege nach der Weiterbildung?

Nach Abschluss der Weiterbildung erfolgt typischerweise die Eingruppierung in P9 (oft mit Funktionszulage) mit +80-150 € Funktionszulage (manche Träger: P9-Hoeherstufung). Plus moegliche Funktionszulagen von 80-150 € monatlich. Insgesamt ist mit einem Brutto-Plus von 100-500 € monatlich zu rechnen — je nach Träger und individueller Verhandlung.

Welche Voraussetzungen brauche ich fuer die Palliativpflege-Weiterbildung?

Die wichtigsten Voraussetzungen: Abgeschlossene Pflegeausbildung; Mindestens 1 Jahr Berufserfahrung empfohlen; Hohe psychische Stabilitaet und Resilienz. Detailregeln je nach Bildungsstaette unterschiedlich — informieren Sie sich bei mehreren Anbietern, um die fuer Sie passenden Bedingungen zu finden.

Wer bezahlt die Palliativpflege-Weiterbildung?

In der Regel uebernimmt der Arbeitgeber die Weiterbildungskosten (3.000-8.000 €), oft mit einer Bindungsklausel von 2-3 Jahren. Bei Eigeninitiative koennen Sie Aufstiegs-BAfoeG oder Bildungsgutschein beantragen. Kirchliche Träger haben oft eigene Fortbildungsbudgets.

Welche Karriereperspektive bietet die Palliativpflege?

Spezialisten in Hospizen, Palliativstationen oder SAPV-Teams. Karriereoptionen bis zur Pflegerischen Leitung Palliativeinrichtungen.

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