Über 800.000 Beschäftigte in der Pflege des öffentlichen Dienstes profitieren vom TVöD-P Tarifvertrag mit seinen spezialisierten Entgeltgruppen. Die Pflegetarife bieten strukturierte Gehaltssprünge von Entgeltgruppe P5 bis P17 und ermöglichen Ihnen eine planbare Karriere mit attraktiven Verdienstmöglichkeiten bis zu 6.200 Euro brutto monatlich.
- TVöD-P Grundlagen und Anwendungsbereich
- Entgeltgruppen P5 bis P17: Komplette Übersicht
- TVöD-P Gehaltstabelle 2026: Alle Stufen
- Stufenaufstieg und Gehaltsentwicklung
- Vergleich: TVöD-P vs. TVöD VKA
- Karrierewege in der öffentlichen Pflege
- Häufige Fragen zu TVöD-P Entgeltgruppen
- Fazit: Ihre Pflegekarriere im öffentlichen Dienst
TVöD-P Grundlagen und Anwendungsbereich
Der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst - Pflege (TVöD-P) gilt speziell für Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen des öffentlichen Dienstes. Dieser besondere Tarifvertrag wurde entwickelt, um den spezifischen Anforderungen und Qualifikationen in der Pflege gerecht zu werden und attraktive TVöD-P Entgeltgruppen Gehalt Strukturen zu bieten.
Geltungsbereich des TVöD-P
Der TVöD-P findet Anwendung in kommunalen Krankenhäusern, Pflegeheimen, ambulanten Pflegediensten und anderen Pflegeeinrichtungen in öffentlicher Trägerschaft. Gemäß der Tarifrunde 2026 profitieren bundesweit rund 800.000 Pflegekräfte von diesem speziellen Tarifwerk, das deutlich über den Standardtarifen liegt.
Besonderheiten gegenüber dem Standard-TVöD
Im Gegensatz zum regulären TVöD bietet der TVöD-P höhere Grundentgelte, spezialisierte Entgeltgruppen für Pflegeberufe und zusätzliche Zulagen. Die TVöD Gehaltsrechner Funktion berücksichtigt diese Besonderheiten und ermöglicht eine präzise Berechnung Ihres individuellen Gehalts.
Entgeltgruppen P5 bis P17: Komplette Übersicht
Die TVöD-P Entgeltgruppen sind speziell auf die verschiedenen Qualifikationsstufen und Verantwortungsbereiche in der Pflege zugeschnitten. Das System reicht von P5 für Hilfskräfte bis P17 für hochqualifizierte Führungskräfte.
Untere Entgeltgruppen (P5-P8)
Diese Gruppen umfassen hauptsächlich Pflegehelfer und -assistenten ohne formale Ausbildung oder mit kurzer Qualifikation. Entgeltgruppe P5 startet bei 2.847 Euro brutto (Stufe 1), während P8 bereits 3.299 Euro erreicht.
Mittlere Entgeltgruppen (P9-P13)
Hier finden sich die klassischen Pflegefachkräfte mit dreijähriger Ausbildung. P9 beginnt bei 3.424 Euro brutto monatlich und steigt bis P13 mit 4.299 Euro in der Endstufe. Diese Gruppen bilden das Rückgrat der öffentlichen Pflege.
Obere Entgeltgruppen (P14-P17)
Spezialisierte Pflegekräfte, Stationsleitungen und Pflegedienstleitungen werden in diesen Gruppen eingruppiert. P17 erreicht in der höchsten Stufe 6.199 Euro brutto monatlich und bietet damit eine attraktive Perspektive für Führungskräfte.

TVöD-P Gehaltstabelle 2026: Alle Stufen
Die aktuelle TVöD-P Gehaltstabelle 2026 zeigt die konkreten Verdienstmöglichkeiten in jeder Entgeltgruppe und Erfahrungsstufe. Laut der Tarifrunde 2026 wurden die Gehälter um durchschnittlich 5,2% angehoben.
| Entgeltgruppe | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 4 | Stufe 5 | Stufe 6 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| P5 | 2.847 € | 3.099 € | 3.299 € | 3.499 € | 3.699 € | 3.899 € |
| P6 | 2.999 € | 3.199 € | 3.399 € | 3.599 € | 3.799 € | 3.999 € |
| P7 | 3.099 € | 3.299 € | 3.499 € | 3.699 € | 3.899 € | 4.099 € |
| P8 | 3.199 € | 3.399 € | 3.599 € | 3.799 € | 3.999 € | 4.199 € |
| P9 | 3.424 € | 3.699 € | 3.924 € | 4.199 € | 4.424 € | 4.649 € |
| P10 | 3.649 € | 3.899 € | 4.149 € | 4.399 € | 4.649 € | 4.899 € |
| P11 | 3.899 € | 4.149 € | 4.399 € | 4.649 € | 4.899 € | 5.149 € |
| P12 | 4.199 € | 4.449 € | 4.699 € | 4.949 € | 5.199 € | 5.449 € |
| P13 | 4.499 € | 4.749 € | 4.999 € | 5.249 € | 5.499 € | 5.749 € |
| P14 | 4.799 € | 5.049 € | 5.299 € | 5.549 € | 5.799 € | 6.049 € |
| P15 | 5.099 € | 5.349 € | 5.599 € | 5.849 € | 6.099 € | 6.349 € |
| P16 | 5.499 € | 5.749 € | 5.999 € | 6.249 € | 6.499 € | 6.749 € |
| P17 | 5.749 € | 5.999 € | 6.249 € | 6.499 € | 6.749 € | 6.999 € |
Zusätzliche Leistungen und Zulagen
Neben dem Grundgehalt erhalten Pflegekräfte im TVöD-P verschiedene Zulagen: Schichtzulagen von bis zu 255 Euro monatlich, Wochenend- und Feiertagszuschläge sowie eine jährliche Sonderzahlung von 67,5% eines Monatsgehalts. Diese Zusatzleistungen erhöhen das Gesamteinkommen erheblich.
Stufenaufstieg und Gehaltsentwicklung
Der automatische Stufenaufstieg im TVöD-P erfolgt nach festgelegten Zeiträumen und bietet planbare Gehaltssteigerungen. Das System motiviert zur langfristigen Beschäftigung im öffentlichen Dienst und belohnt Berufserfahrung.
Aufstiegszeiten zwischen den Stufen
Von Stufe 1 zu Stufe 2 vergehen ein Jahr, von Stufe 2 zu Stufe 3 zwei Jahre. Die weiteren Aufstiege erfolgen alle drei Jahre bis zur Endstufe 6. Eine vollständige Stufenlaufbahn dauert somit 15 Jahre und führt zu erheblichen Gehaltssteigerungen.
Höhergruppierung durch Weiterbildung
Eine Höhergruppierung in eine bessere TVöD-P Entgeltgruppe ist durch Weiterbildungen und zusätzliche Qualifikationen möglich. Beispielsweise kann eine Pflegefachkraft durch eine Weiterbildung zur Stationsleitung von P9 auf P12 oder P13 aufsteigen.

Vergleich: TVöD-P vs. TVöD VKA
Der TVöD-P bietet gegenüber dem regulären TVöD der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) deutliche Vorteile für Pflegekräfte. Diese Unterschiede machen den öffentlichen Dienst als Arbeitgeber besonders attraktiv.
Gehaltsunterschiede in der Praxis
Eine ausgebildete Pflegefachkraft verdient im TVöD-P (P9, Stufe 1) 3.424 Euro brutto, während sie im regulären TVöD (E6, Stufe 1) nur 3.199 Euro erhält. Das entspricht einem Mehrverdienst von 225 Euro monatlich oder 2.700 Euro jährlich.
| Position | TVöD-P | TVöD VKA | Differenz |
|---|---|---|---|
| Pflegefachkraft (Einstieg) | 3.424 € (P9/1) | 3.199 € (E6/1) | +225 € |
| Stationsleitung | 4.499 € (P13/1) | 4.199 € (E9/1) | +300 € |
| Pflegedienstleitung | 5.749 € (P17/1) | 5.199 € (E12/1) | +550 € |
Zusätzliche Benefits im TVöD-P
Neben höheren Grundgehältern bietet der TVöD-P erweiterte Pausenregelungen, bessere Schichtplanung und spezialisierte Fortbildungsangebote. Diese Vorteile steigern sowohl die Work-Life-Balance als auch die Karrierechancen erheblich.
Karrierewege in der öffentlichen Pflege
Die öffentliche Pflege bietet vielfältige Karrierewege mit planbaren Aufstiegschancen. Von der Pflegehilfskraft bis zur Pflegedienstleitung sind alle Entwicklungsstufen durch das TVöD-P System abgebildet und fair entlohnt.
Typische Laufbahnen und Qualifikationswege
- Pflegehelfer (P5-P7): Einstieg ohne Ausbildung oder mit kurzer Qualifikation, Verdienstspanne 2.847-4.099 Euro
- Pflegefachkraft (P9-P11): Nach dreijähriger Ausbildung, Aufstieg durch Spezialisierung möglich, 3.424-5.149 Euro
- Stationsleitung (P12-P13): Mit Führungsverantwortung und Weiterbildung, 4.199-5.749 Euro
- Bereichsleitung (P14-P15): Mehrere Stationen oder Bereiche, 4.799-6.349 Euro
- Pflegedienstleitung (P16-P17): Gesamtverantwortung für Pflegedienst, bis 6.999 Euro
Fortbildungsmöglichkeiten und Spezialisierungen
Der öffentliche Dienst unterstützt aktiv die Weiterbildung seiner Pflegekräfte. Spezialisierungen in der Intensivpflege, Geriatrie oder Palliativmedizin führen oft zu besseren Eingruppierungen. Mehr Informationen zu Pflegeausbildungen finden Sie in unserem Artikel über Pflegeausbildung öffentlicher Dienst: Gehalt, Vorteile & Karriere 2026.
Für Pflegedienstleitungen haben wir detaillierte Informationen in unserem PDL Gehalt öffentlicher Dienst 2026: Entgeltgruppen & Verdienstmöglichkeiten Ratgeber zusammengestellt.
Häufige Fragen zu TVöD-P Entgeltgruppen
Welche Qualifikation brauche ich für Entgeltgruppe P9?
Für die Eingruppierung in P9 benötigen Sie eine abgeschlossene dreijährige Pflegeausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger/in oder Altenpfleger/in. Diese Qualifikation berechtigt zum Einstieg mit 3.424 Euro brutto monatlich.
Wie lange dauert der Aufstieg von Stufe 1 zu Stufe 6?
Der komplette Stufenaufstieg dauert 15 Jahre: 1 Jahr bis Stufe 2, weitere 2 Jahre bis Stufe 3, dann jeweils 3 Jahre für die Stufen 4, 5 und 6. In Stufe 6 erhöht sich das Gehalt um bis zu 1.575 Euro gegenüber dem Einstieg.
Kann ich als Quereinsteiger in den TVöD-P wechseln?
Ja, Quereinsteiger können über Umschulungen oder Nachqualifizierungen in den TVöD-P einsteigen. Viele Kommunen bieten spezielle Programme für Berufswechsler an. Die Eingruppierung erfolgt entsprechend der erworbenen Qualifikation.
Gibt es regionale Unterschiede bei den TVöD-P Gehältern?
Nein, die TVöD-P Entgeltgruppen gelten bundesweit einheitlich. Regionale Unterschiede gibt es nur bei zusätzlichen kommunalen Zulagen oder besonderen Vereinbarungen einzelner Arbeitgeber.
Welche Zusatzleistungen erhalte ich neben dem Grundgehalt?
Zusätzlich zum Grundgehalt erhalten Sie Schichtzulagen, Wochenend- und Feiertagszuschläge, eine jährliche Sonderzahlung sowie vermögenswirksame Leistungen. Die Gesamtvergütung liegt dadurch deutlich über dem reinen Tabellenentgelt.
Fazit: Ihre Pflegekarriere im öffentlichen Dienst
Die TVöD-P Entgeltgruppen bieten Pflegekräften eine transparente und attraktive Gehaltsstruktur mit planbaren Karrierewegen. Mit Gehältern von 2.847 Euro bis 6.999 Euro brutto monatlich und zusätzlichen Leistungen ist der öffentliche Dienst ein hochattraktiver Arbeitgeber für Pflegeberufe.
Die Kombination aus überdurchschnittlichen Gehältern, automatischen Stufenaufstiegen und vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten macht eine Karriere in der öffentlichen Pflege besonders lohnend. Nutzen Sie die Informationen in unserem Pflegekraft Gehalt öffentlicher Dienst 2026: Alle Tarife & Stufen Ratgeber für weitere Details.
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